Die Kinder

Die Kinder

Autor:
Peter Hacks
Alter:
ab 8 Jahren
CD, 45 Min, 978-3-89353-711-2
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Kurzbeschreibung

Wie schon in seiner Produktion ?Prinz Telemach und sein Lehrer Mentor? widmet sich Peter Hacks in dieser Produktion, in bekannt ironisch - wortgewitzter Sprache, der griechischen Mythologie.

Kronos, der Vater aller Götter, verträgt bekanntermaßen keinen Kinderlärm. Aus diesem Grunde frisst er normalerweise seine Nachgeborenen liebend gern persönlich, gleich nach der Geburt, auf. Außerdem oder ehrlicher: eigentlich möchte er keinen Nachfolger nachwachsen sehen. Dies wäre in seinen Augen nicht nur sein eigenes, sondern gleichzeitig auch das Ende des ?Goldenen Zeitalters?. Seine Ehefrau Rhea jedoch versteckt den kleinen Sohn Zeus vor dem ungezügelten Zorn des eigenen Vaters bei der Amme Amalthea. Dort lernt Zeus auch seinen neuen Halbbruder Kaspares kennen. Von seiner Tante Era bekommt Zeus Blitz und Donner als Instrumente gestellt, um damit Kronos zu besiegen. Der von Kronos ausgeschickte Kinderfänger wird von Zeus quasi als erster Testdelinquent erledigt. Durch gelungene List wird zwar der unschuldige Halbbruder Kaspares von Kronos gefressen, Zeus aber von ebendiesem Schicksal verschont. Kronos bekommt eine irreversible Magenverstimmung und flüchtet. Zeus wird am Ende also doch noch der neue Herrscher auf dem Olymp. Aus Dank für die ehrliche und loyale Mithilfe macht er die einfache Ziegenamme Amalthea unsterblich. Und selbst der halbfaule Halbbruder Kaspares, von den Toten wieder auferstanden, übernimmt im Götterhimmel den Job des Mundschenks. So fügt sich alles, wie es sein soll.

Eine wahrhaft göttliche Komödie, meisterhaft inszeniert von Norbert Speer. In glänzender Besetzung mit Ulrich Mühe als Zeus, Karin Gregorek als Rhea, Eberhard Esche als Kronos, Ursula Karusseit als Amalthea, Hans Teuscher als Atlas, sowie in weiteren Rollen Jens-Uwe Bogadtke (Kaspares), Elsa Grube-Deister (Era), Carmen-Maja Antoni (Chorführerin) und viele Kinder. Mit seinen archaisch sparsamen Kompositionen unterbricht, bebildert und unterstützt Reiner Bredemeyer den mythologischen Ablauf.

Eine herrlich nüchterne Betrachtung der antiken Götterwelt, ganz ohne elegische Deutungskaskaden. Vom Staub der Schulstuben befreit, bietet diese Produktion sowohl wissenshungrigen Kindern als auch älteren Kennern einen zauberhaften Einblick in den Alltag der Götter.

Eine Aufnahme des Rundfunks und Fernsehens der DDR aus dem Jahre 1986.